Ritzinger und Machner gewinnen Auftakt

Innerhalb einer Woche wurde die eCycling League Austria, Österreichs erste offizielle Rennserie, ins Leben gerufen. Am Samstag um 11:05 Uhr fand das erste von fünf Rennen, welche bis Mai nun regelmäßig ausgetragen werden, statt. Über 100 Anmeldungen liefen ein und insgesamt 79 Teilnehmer und Teilnehmerinnen beendeten den ersten Vergleichswettkampf erfolgreich. Die Sieger der Premiere kamen aus Wien und der Steiermark. Die Wertung der Männer ging an Felix Ritzinger (WSA KTM Graz), bei den Frauen gewann die Leobenerin Katharina Machner (La Musette Radunion).

 

"Es war eine wirklich gelungene Premiere", freute sich Florian Moser, frisch gekürter E-Liga-Manager der Seire und Landestrainer in der Steiermark. "Es hat trotz kleinerer technischer Probleme alles gut funktioniert und die Anzahl der Teilnehmer hat uns alle überrascht. Jetzt wäre es natürlich schön, wenn wir am nächsten Samstag mit 100 Finishern nachlegen könnten“, fügte er an. Gleich fünf der sechs österreichischen Profiteams nahmen mit einigen ihrer Fahrer am Rennen teil. "Es ist wirklich schön zu sehen, wie gut die Serie angenommen wird. Aber das zeigt sich auch in den gemeinsamen Gruppenfahrten, die wir unter der Woche machen", erklärte Moser.

 

Unter die Teilnehmer mischte sich auch ÖRV-Vizepräsident Jürgen Brettschneider. "Ein tolles Format das sicherlich Zukunft hat, vor allem in der Wintersaison dann. Es war richtig cool, wenn man gemeinsam mit den Profis, Hobbyfahrern und Nachwuchsathleten unterwegs ist“, freute sich der Präsident des Landes Radsportverband Niederösterreich.

 

Insgesamt zwei Runden zu je 21,3 Kilometer wurden online abgespult, insgesamt 338 Höhenmeter galt es zu bewältigen. Mehr als 1.000 Athleten nahmen am 3R Sand&Sequios Race teil, darunter auch Profis aus der WorldTour. Aus dem Rennergebnis wurde dann die Wertung für die heimische E-Liga entnommen, die Ritzinger gewann. Der 23-jährige Wiener wurde Tagesfünfter und war damit eine Sekunde schneller als der Oberösterreicher Daniel Pettinger, ein 38-jähriger Zeitfahrspezialist und regelmäßiger Zwift-Sportler. Dritter wurde der Deutsche Jonas Rapp vom oberösterreichischen Team Hrinkow Advarics Cyleang.

 

"Wir Radsportler sind in einer sehr glücklichen Lage, da wir die Möglichkeit haben, virtuell Rennen bestreiten zu können. Ich möchte mich da bei allen bedanken, die jetzt diese sehr kurzfristig organisierte Durchführung der E-Liga betreuen und organisieren", berichtete Ritzinger. Der junge Wiener benötigte 52 Minuten und 13 Sekunden für die virtuellen 42,3 Kilometer. "Einen gewissen Hang zur Selbstgeißelung muss man auf der Rolle haben, aber es macht gemeinsam natürlich mehr Spaß als im stillen Kämmerlein zu trainieren", beschrieb er das Format am Rollentrainer über die Plattform Zwift ein Rennen zu fahren.

 

"Es ist spannend und wegen der hohen Grundintensität muss man mit seinen Kräften haushalten. Das ist mir heute gut gelungen", analysierte er das erste offizielle E-Liga Rennen der österreichischen Radgeschichte. Vierter wurde Rene Pammer (Team DNA Sarleinsbach) vor dem Franzosen Alexis Guerin (Vorarlberg – Santic). Die Bergwertung holte sich Pettinger, die Sprintwertung gewann Stefan Kolb (Continental Team Sport.Land. Niederösterreich).

 

Bei den Frauen ging der Sieg an die Steirerin Machner, die in 58:22 Minuten auch die absolute schnellste Frau im virtuellen Feld am Samstag war. Zweite wurde die Niederösterreicherin Alina Reichert (Radrennteam Pielachtal), die sich knapp vor der Oberösterreicherin Tina Berger-Schauer und damit ihrer Teamkollegin durchsetzte. Das Duo wies einen Rückstand von 2:25 Minuten auf Machner auf: "Es war super und eine wirklich coole Idee die mit der E-Liga da umgesetzt wurde. Natürlich ist es in dem großen Feld ein wenig unübersichtlich und ich wusste erst mit dem Blick auf die Ergebnisliste, dass ich gewonnen hatte."

Das zweite Rennen der Serie findet am nächsten Samstag, dem 11. April statt.

 

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