Rainer Kepplinger und Katharina Machner gewinnen auch 4. e-liga Rennen

Mit dem Downtown Dolphin City Crit stand beim vierten Rennen der eCycling League Austria erstmals ein Kriterium am Programm für Österreichs Radsportler. 31,4 Kilometer mit gerade einmal 248 Höhenmeter ließen von Beginn an den Puls hochschnellen bei den erneut über 100 Teilnehmern. Vollgas vom Start weg bedeutete dies und in unter 37 Minuten war das vorletzte eRennen der aktuellen Saison für die Topfahrer dann erledigt. Mit dem Oberösterreicher Rainer Kepplinger (RC Bike Next125 Hackl) und der Steirerin Katharina Machner (La Musette Radunion) waren die Sieger der Vorwoche aber auch diesmal nicht zu bezwingen.

 

In einem wahren Ausscheidungsrennen setzte sich Kepplinger im Rennen der Männer durch. Zwei Sekunden vor dem Deutschen Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang) gewann der aus Walding stammende Ruderer sein drittes Rennen in Folge. Hinter Rapp wurde der Wiener Felix Ritzinger Dritter, der dank dem Sieg in der Tagessprintwertung seine Ligaführung verteidigte. Vierter wurde Christopher Hatz (Hrinkow Advarics Cycleang) vor dem Steirer Moran Vermeulen (Felbermayr Simplon Wels). "Die Runde war recht kurz und durch die vielen Überrundungen hat man schnell den Überblick verloren. Man musste eigentlich immer den Druck am Pedal lassen um in diesen Situationen nicht abzureißen", berichtete Hatz, der im Vorjahr bis zum letzten Rennen um den Sieg bei der deutschen Radbundesliga mitkämpfte und im Winter zum Steyrer Kontinentalteam wechselte. Am Ende verpassten die Fahrer in den grünen Trikots nur knapp den ersten Erfolg bei der eLiga: "Wir haben sogar auf die Zwischensprints verzichtet und uns voll auf den Schlusssprint konzentriert, aber es hat knapp nicht gereicht."

 

Mit technischen Problemen vor dem Start hatte der Ligaspitzenreiter Ritzinger zu kämpfen: "Ich musste bis kurz vorher noch mein ganzes Bikesetup auf der Rolle umbauen. Von dem her bin ich mit meiner Platzierung sehr zufrieden", erklärte der Wiener, der mehrere Zwischensprints auf dem zweieinhalb Kilometer langen Parcours für sich entschied und somit 25 Punkte zusätzlich in der Gesamtwertung erhielt. "Es war eine enge Geschichte. Die Power ist bei den e-Rennen sehr entscheidend. Rainer zeigt da, wie stark die Ruderer in diesem Bereich sind. So lange so tief zu gehen, sind wir bei Radrennen nicht gewöhnt. Und Vorteile, wie das Positionieren im Feld, Kraft zu sparen oder auch aerodynamisch am Rad zu sitzen haben wir im Online-Modus nicht. Es ist definitiv eine eigene Sportart", analysierte der 23-Jährige, der neben der Straße auch auf der Bahn im Einsatz ist.

 

Von Runde zu Runde wurde im Feld ausgesiebt, ehe am Ende knapp zehn Fahrer gemeinsam auf die letzten Meter gingen. "Es waren dann nur mehr die Stärksten vorne und so konnte ich auch endschnellere Leute hinter mir lassen. Es gab kaum Zeit um sich zu erholen dazwischen“, erklärte Rapp, der hinter Sieger Kepplinger Zweiter wurde. In der Liga sind die beiden die größten Verfolger von Ritzinger, der nach seinem Sieg im ersten Rennen nach wie vor die Führung im Gesamtklassement inne hält. Sechs Zähler liegt er vor dem Finale vor Kepplinger, 18 Punkte weniger als der Wiener hat Rapp. Das Trio bildet beim finalen Ligarennen am kommenden Samstag damit die Favoritengruppe um den Gesamtsieg der ersten Austragung der österreichischen E-Bundesliga.

 

Bei den Frauen ging auch im vierten Rennen der Sieg an die Steirerin Katharina Machner. Die Steirerin krönte sich damit schon vor dem letzten Ligarennen zur ersten Gesamtsiegerin der eCycling League Austria. "Es war erneut ein wirklich hartes Rennen und ich bin froh, dass ich es für mich entscheiden konnte", berichtete die 25-Jährige, die mit der Crossspezialistin Nadja Heigl beim Kriterium eine starke Gegnerin hatte: "Sie war dann wieder in meiner Gruppe und irgendwo ist sie dann dort auch rausgeflogen. Es war beinhart da dranzubleiben. Die Hügel waren brutal, weil ich jede Runde da voll am Limit war vom Tempo." Die Wienerin und EM-Bronzemedaillengewinnern von 2018 im Querfeldein wurde knapp eine Minute hinter Machner Tageszweite. Der dritte Rang ging an Alina Reichert, die sich vor ihrer Teamkollegin Tina Berger-Schauer (beide Union RRT Pielachtal) erneut am virtuellen Podium zeigen durfte. Fünfte wurde die 17-jährige Louisa Leidl (La Musette Radunion).

 

"Es war ein sehr attraktives Rennen, bei den Männern als auch bei den Frauen. Katharina Machner hat sich souverän den Titel geholt mit ihren vier Siegen. Bei den Herren ist es jetzt aber richtig spannend und am nächsten Sonntag wird es zu einem richtigen Showdown kommen. Die Topfahrer sind noch eng beisammen, dazu kommen die Streichresultate, da das schlechteste Ergebnis gestrichen wird", berichtete Ligamanager Florian Moser. "Wir können sehr stolz sein auf das neue Produkt und es wird sicher ein toller Abschluss werden nächste Woche, der die erste Online-Saison beendet. Im Winter wird es dann weitergehen, in welchem Format wird sich aber noch entscheiden", blickte der Steirer in die Zukunft voraus. In nur wenigen Wochen wurde das Liga-Format konzipiert und umgesetzt. Mit der Firma Icebein AG, welche eine regenerative Hose, die wie ein Eisbad funktioniert, herstellt, konnte für die Online-Serie sogar eine neue Kooperation gestartet werden. "Mit Icebein haben wir einen starken Partner gefunden, welcher eine ideale Kombination zu unserer e-liga|eCycling Austria darstellt. Zwei innovative Produkte mit Radsporthintergrund, die sich nun auf einer gemeinsamen Bühne vermarkten", beschrieb Christoph Hugl, Projektmanager des eSport für den Österreichischen Radsportverband.

 

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