Machner und Kirchmair siegen zum Auftakt

Für 100 Teilnehmer begann am Samstagvormittag die zweite Saison der eCycling League Austria, Österreichs erster virtuellen Radliga. Neun Stationen warten von November bis Mitte März auf die Athleten, die die Rennen zu Hause und online miteinander verbunden auf der eSport-Plattform ZWIFT absolvieren. Zum Auftakt gab es mit Katharina Machner (La Musette Radunion) und Stefan Kirchmair (Kirchmair e-Cycling) zwei österreichische Tagessieger.

 

„Lasst uns gemeinsam wieder eine Runde fahren“, unter diesem Motto startete die zweite Saison der eLiga mit dem 49,1 Kilometer langen Kurs „Roule Ma Poule“, der die knapp 100 Teilnehmer durch das virtuelle Frankreich führte und mit mehr als 400 Höhenmeter gespickt war. Bei einer Bergwertung als auch einer Sprintwertung konnten die Athleten wieder jeweils 25 Punkte für die Gesamtwertung dazu erobern.

 

Im Gegensatz zur ersten Saison wurde das Teilnehmerfeld auf drei Startblöcke aufgeteilt, sodass die Männer in einer geschlossenen Gruppe unterwegs waren, die Frauen und die Nachwuchsfahrer. „Das war extrem super. So ist es viel übersichtlicher und fairer, weil man direkt gegeneinander Fahren muss“, zeigte sich die Niederösterreicherin Machner, die im Vorjahr die Serie für sich entschied, von den neuem Reglement begeistert. Die 25-Jährige, die erst vor wenigen Jahren über ihren Freund zum Radsport kam, bleibt die Seriensiegerin in der eLiga der Frauen.

 

Nachdem sie im März und April alle sechs Rennen der Erstaustragung für sich entschied, gewann sie auch den Auftakt der neuen Saison. „Ich bin das ganze Jahr viel auf der Rolle gefahren und kenne daher viele Faktoren, auf die es bei Zwift ankommt. Es war heute ein sehr taktisches Rennen“, erzählte die Fahrerin von La Musette Radunion.

 

Lange Zeit war das Feld der Frauen eng zusammen, erst im Finale setze Machner dann die entscheidende Attacke und löste sich von der Deutschen Fiona Schröder (Sauris + The Pro’s Closet). „Ich wusste, dass es im Sprint gegen sie ganz schwer geworden wäre, deshalb musste ich es alleine probieren“, so die Niederösterreicherin, die ihren nun siebten Erfolg in der eLiga einfuhr. Schröder sicherte sich aber mit dem Gewinn der Berg- als auch der Sprintwertung allerdings die Führung in der Liga.

 

Tagesdritte wurde Julia Mayer (RC La Vitesse), knapp vor der Südtirolerin Julia Ganterer (La Musette Radunion. Auf dem fünften Rang landete Stefanie Lisko (Union RRT Pielachtal). Beste Bikecard-Fahrerin, also Hobbyathletin wurde Kathrin Schindelar (Flyeralarm).

 

Auch bei der Männerelite folgte erst kurz vor dem Ende die entscheidende Attacke. Dort löste sich der frühere Continental-Fahrer und mehrfache Sieger des Ötztaler Radmarathons Kirchmair sich aus einer starken Gruppe von den beiden WM-Teilnehmern Moran Vermeulen (Felbermayr Simplon Wels) und Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang). Das Continental-Duo ist von ihren Verbänden für die erste Austragung der UCI Weltmeisterschaften im eSports nominiert.

Vermeulen sicherte sich dann den zweiten Rang vor dem Deutschen, dessen Teamkollege Michael Konczer Vierter wurde. „Es war echt ein hartes Rennen. Der finale Anstieg hat sich angefühlt wie ein Alpenpass. Dort habe ich zu früh attackiert und war oben raus richtig blau“, erklärte Vermeulen. „Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit dem Rennen. In der Auswertung hat es mir dann sogar angezeigt, dass ich meine persönliche Wattbestleistung Indoor über eine Dauerbelastung von fünf Minuten aufgestellt habe“, berichtete der Steirer.

 

Der fünfte Rang ging an Paul Ruttmann. Bester Amateurfahrer wurde Christoph Schatzmann (PBIKE.at), schnellster Bikecard-Fahrer wurde Christoph Trausner (Doonersteich Cycling). In der Gesamtwertung der Elitemänner führt Kirchmair mit einem größeren Vorsprung, nachdem er sich auch die Berg- und Sprintwertung sicherte. Beim Nachwuchsrennen gingen die Siege an den Deutschen Moritz Bell (Zugvogel Aachen) und die Tirolerin Marina Gurtner (AUT/RC ARBÖ Tom Tailor RBK Wörgl).

Das zweite Rennen der Serie findet in zwei Wochen statt. Gefahren wird am WM-Rundkurs von Yorkshire, wo 2019 die Straßenweltmeisterschaften ausgetragen wurden.

 

ERGEBNISSE:

Männer (Elite + U23):

1. Stefan Kirchmair (AUT/Kirchmair e-Cycling) 1:06.43

2. Moran Vermeulen (AUT/Felbermayr Simplon Wels) + 0:16

3. Jonas Rapp (GER/Hrinkow Advarics Cycleang) + 0:18

4. Michael Konczer (AUT/Hrinkow Advarics Cycleang) + 0:28

5. Paul Ruttmann (AUT/Schuller Pro-TriTeam) + 0:34

 

Gesamtwertung nach 1 von 9 Rennen

1. Stefan Kirchmair (AUT/Kirchmair e-Cycling) 260 Punkte

2. Moran Vermeulen (AUT/Felbermayr Simplon Wels) 180

3. Jonas Rapp (GER/Hrinkow Advarics Cycleang) 160

4. Michael Konczer (AUT/Hrinkow Advarics Cycleang) 145

5. Paul Ruttmann (AUT/Schuller Pro-TriTeam) 133

 

Frauen (Elite + U23):

1. Katharina Machner (AUT/La Musette Radunion) 1:18.44

2. Fiona Schröder (GER/Saris + The Pro's Closet) + 1:12

3. Julia Mayer (AUT/RC La Vitesse) + 1:36

4. Julia Ganterer (ITA/La Musette Radunion) + 1:49

5. Stefanie Lisko (AUT/Union RRT Pielachtal) + 5:55

 

Gesamtwertung nach 1 von 9 Rennen

1. Fiona Schröder (GER/Saris + The Pro's Closet) 230 Punkte

2. Katharina Machner (AUT/La Musette Radunion) 210

3. Julia Mayer (AUT/RC La Vitesse) 160

4. Julia Ganterer (ITA/La Musette Radunion) 145

5. Stefanie Lisko (AUT/Union RRT Pielachtal) 133

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