Jonas Rapp und Katharina Machner gewinnen e-liga Finale

 

Mit dem fünften und finalen Rennen endete die erste Saison der eCycling League Austria. Der Deutsche Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang) gewann den 41 Kilometer langen Schlussabschnitt der Online-Serie, gefahren am WM-Parcours von Harrogate, im Sprint vor dem Oberösterreicher Rainer Kepplinger (RC Bike Next125 Hackl). Der Ruderer aus Walding krönte sich damit zum ersten Gesamtsieger dieses neuen Rennformats des Österreichischen Radsportverbandes. Bei den Frauen setzte sich die seit letzter Woche schon als Ligameisterin feststehende Katharina Machner (La Musette Radunion) aus Leoben in der Steiermark erneut durch. Sie feierte auch im fünften Lauf ihren fünften Erfolg.

 

"Die Rennen waren allesamt sehr hart und schnell. Im E-Sport hast du kaum Möglichkeiten um dich zu erholen. Das ist für uns Straßenfahrer sehr ungewöhnlich, da unsere Distanzen ja wesentlich länger sind", erklärte der deutsche Allrounder, dessen Team früh auf Online-Rennen setzte und neben der eLiga auch viele andere Serien auf Zwift in Angriff nimmt. "Es freut mich ganz besonders, dass ich den ersten Sieg des Teams nun einfahren konnte. Die Serie hat viel Spaß gemacht und den Trainingsalltag aufgelockert. Hoffentlich dürfen wir in absehbarer Zeit aber jetzt auch draußen Rennen fahren. Meine Form dafür stimmt", fügte er 25-Jährige, der seit 2018 für das österreichische Kontinentalteam aus Steyr in die Pedale tritt, an.

 

In einem knappen Sprint verwies der Deutsche den dreifachen Tagessieger bei den Männern, Kepplinger, auf den zweiten Platz. "Es war nochmal ein cooles Rennen zum Abschluss. Ich bin auch mit dem zweiten Platz richtig happy und vor allem der Sieg in der Gesamtwertung freut mich sehr", berichtete der oberösterreichische Leistungssportler, der nun wieder den Fokus auf den Rudersport legen will, wo er im Leichten Zweier die Olympiaqualifikation für Tokio 2021 anpeilt. Mit 860 Punkten, bestehend aus vier Tageserfolgen und einem zweiten Rang, sowie einigen Bonuszählern aus den Sprint- und Bergwertungen setzte er sich am Ende souverän durch.

 

Zweiter der Gesamtwertung wurde Rapp, der wie Kepplinger damit im letzten Rennen noch am Wiener Felix Ritzinger (WSA KTM Graz) vorbeizog. Dieser hatte nach seinem Sieg im Premierenrennen der eLiga das Klassement angeführt und landete auch im finalen Rennen unter den Top fünf und beendete die Endwertung auf Rang drei. "Ich wollte aufgrund der Bonuspunkte die Sprint- und Bergwertung gewinnen. Das hat mir schlussendlich aber ziemlich den Stecker gezogen. Im Sprint hat dann der Punch gefehlt um in den Windschatten der Top vier zu kommen. Heute hatte ich nicht mehr im Tank", resümierte der Wiener, der wie Rapp und Kepplinger in den fünf Rennen der Serie eine unglaubliche Konstanz hinlegte.

 

 

Das Finale der e-liga war an Spannung kaum zu überbieten. Via Livestream konnten die Fans das Rennen mitverfolgen.
Das Finale der e-liga war an Spannung kaum zu überbieten. Via Livestream konnten die Fans das Rennen mitverfolgen.

 

 

Dritter des Tages wurde der Tiroler Maximilian Kuen (Vorarlberg – Santic), der damit für seine Mannschaft im finalen Rennen den ersten Stockerlplatz eroberte. "Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend, vor allem, weil mich die Technik in den vorigen Rennen oft im Stich gelassen hat. Es war eine nette Abwechslung und ideal für uns, da wir ein wenig im Rennrhythmus bleiben konnten", erklärte Kuen, hinter dem mit Timon Loderer ein zweiter Fahrer von Hrinkow Advarics Cyleang landete. Die Oberösterreicher gewannen damit auch souverän die Teamwertung.

 

Souverän ist auch das Stichwort für die Siegerin bei den Frauen. Fünf aus fünf Rennen gewann Machner und die Steirerin lieferte damit eine perfekte Premierensaison ab. "Schön langsam werden die Online-Rennen zur Routine. Ich bin schon viel entspannter an den Rennstart gegangen als zu Beginn", schmunzelte die 25-Jährige aus Leoben, die aber auch im fünften Rennen hart zu kämpfen hatte. "Es war sehr hart, speziell weil Nadja Heigl so stark gefahren ist und ich sie am Berg immer attackieren musste. Das ist erst am letzten Anstieg dann aufgegangen und ich konnte so den Tagessieg holen", beschrieb die Steirerin. Knapp eine Minute nahm sie ihrer Konkurrentin aus Wien, die eigentlich Cross- und Mountainbikespezialistin ist und für das italienische KTM Alchemist Racing Team unterwegs ist, ab.

 

"Die Liga war super, weil es ein perfektes Training war und uns Rennfeeling gab. Es waren viele Frauen am Start und wir konnten uns schöne Duelle liefern, auch wenn wir auf der Straße oft nicht gegeneinander antreten, weil wir in verschiedenen Sportarten unterwegs sind. Es ist schon was Besonderes, wenn sich Crosser, Mountainbiker, Straßenfahrer und auch sogar Ruderer in einem gemeinsamen Rennen unterwegs sind", erklärte Machner. Der dritte Rang bei den Frauen ging an die Oberösterreicherin Tina Berger-Schauer (Union RRT Pielachtal), die diesen auch in der Gesamtwertung belegte, ganz knapp hinter Alina Reichert, die als Tagesvierte ihren zweiten Rang verteidigen konnte.

 

 

 

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